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	<title>Holz &#8211; energieRUNDSCHAU</title>
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	<title>Holz &#8211; energieRUNDSCHAU</title>
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		<title>Handwerkliches können in Reinform</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schweizer Fachmedien GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 06:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Handmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Holz]]></category>
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		<category><![CDATA[Schreinerei]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Michael Schank von Gabriela Röthlisberger Frühe Funde von Pfahlbauten bereits aus der Bronzezeit weisen darauf hin, dass Holz wohl das älteste Baumaterial der Menschheit ist. Aktuell gewinnen Holzwerkstoffe im modernen Bauwesen mehr und mehr an Bedeutung – forciert wird diese Entwicklung hauptsächlich durch die stetig zunehmende Bedeutung ökologischer Aspekte. Was vor 25 Jahren [&#8230;]]]></description>
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<p>Interview mit Michael Schank von Gabriela Röthlisberger</p>



<p><strong>Frühe Funde von Pfahlbauten bereits aus der Bronzezeit weisen darauf hin, dass Holz wohl das älteste Baumaterial </strong><strong>der Menschheit ist. Aktuell gewinnen Holzwerkstoffe im modernen Bauwesen mehr und mehr an Bedeutung – </strong><strong>forciert wird diese Entwicklung hauptsächlich durch die stetig zunehmende Bedeutung ökologischer Aspekte.</strong></p>



<p>Was vor 25 Jahren mit einem kleinen Bus – vollgepackt mit Werkzeug – begann, hat sich bis zum heutigen Zeitpunkt zu einer renommierten Schreinerei im Walzwerk-Areal in Münchenstein entwickelt. Das eingespielte Team setzt sich aus zwölf Fachkräften sowie vier Lernenden zusammen.</p>



<p><strong>GESCHÄFTSFÜHRER*IN BASEL: Herr Schank, Sie sind staatlich geprüfter Holztechniker und bei der Stolz GmbH, einer klassischen Schreinerei, als Projektleiter sowie stellvertretender Geschäftsführer tätig. Das hört sich für mich nach Arbeit am Schreibtisch an. Liege ich da richtig oder halten Sie im handwerklichen Sinn doch noch täglich ein Stück Holz in den Händen?</strong><br><strong>Michael Schank:</strong> Leider haben Sie mit Ihrer ersten Vermutung recht (schmunzelt), denn die heutzutage notwendige Digitalisierung hält meinen Arbeitsalltag fest im Griff. Dabei verschlingt die Kommunikation mit unseren Kundinnen und Kunden sowie Lieferfirmen via Mobilphone und PC den Grossteil an Zeit, doch dieser unverzichtbare rege Kontakt<br>bereitet mir viel Freude. Letztendlich bin ich aber weiterhin in unserer Schreinerei von schönen Naturhölzern umgeben und in meiner Freizeit fertige ich mit grosser Begeisterung Möbel für meine Familie selbst.</p>



<p><strong>Zum Werkstoff Holz fallen mir spontan Attribute wie ökologisch, nachhaltig, edel, zeitlos und vielseitig ein. Von welchen Säulen wird Ihre Passion für Holz, das</strong><br><strong>Multitalent der Baubranche, getragen?</strong><br>Die von Ihnen genannten Attribute treffen die Vorzüge von Holz auf den Punkt. Aber um nun auf Ihre Frage zurückzukommen: Holz ist für mich ein «lebendiger» Werkstoff, denn jeder Baumstamm oder jedes einzelne Klotzbrett ist ein Unikat in Farbe, Textur und Eigenschaft. Wenn wir als holzverarbeitende Personen diese Komponenten mit Kompetenz und Freude in ein Möbelstück verwandeln, lebt der Werkstoff Holz als Unikat, beispielsweise in Form eines schönen Möbels, weiter.</p>



<p><strong>Sie sind seit 2005 bei der Schreinerei Stolz an Bord – </strong><strong>langjährige Mitarbeitende sind immer eine ausgezeichnete Referenz dafür, dass in einer Firma vieles bestens </strong><strong>funktioniert. Was zeichnet die Stolz GmbH diesbezüglich aus?</strong><br>Ja, das stimmt absolut. Rückblickend verging die Zeit wie im Flug – dies ist ja, wie allgemein bekannt, an besonders interessanten Orten oftmals der Fall. Was unser Geschäft im Speziellen ausmacht, ist, dass wir als Arbeitgeber sehr viel Wert auf gegenseitige Wertschätzung sowie Anerkennung, Authentizität und eine offene Kommunikation legen. Ebenso haben die Weiterbildung und die Aufstiegschancen unserer Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert. Bei all dem hat das Zwischenmenschliche auch noch Platz – das sorgt für ein angenehmes Betriebsklima.</p>



<p><strong>Was beinhaltet das Produktportfolio der Schreinerei </strong><strong>Stolz?</strong><br>Wir sehen uns primär als eine klassische Schreinerei, die noch fast alle seitens der Kundschaft gewünschten Schreinerarbeiten ausführt. Das heisst, man kann bei uns eine einfache Holzleiste mit Falz bestellen, einen komplexen Innenausbau mit Parkett, diversen Möbeln und Schränken nach Mass in Auftrag geben, die lang ersehnte Traumküche anfertigen lassen, alles selbstverständlich «made in Münchenstein». Hinzu kommen Beratungen bezüglich einer Haustürsanierung oder auch bei Flucht- und Brandschutztüren. Darüber hinaus bieten wir auch qualitativ hochwertige Holzfenster im Wiederverkauf an, was mittlerweile bereits seit 18 Jahren zum Portfolio unserer Schreinerei gehört.</p>



<p><strong>Bedeutet das, dass kein Auftrag zu klein respektive zu </strong><strong>gross für die Schreinerei Stolz sein kann?</strong><br>Natürlich sind Grossaufträge aus wirtschaftlichen Gründen wichtig für uns, aber genauso froh und dankbar sind wir über die permanenten kleineren Aufträge, die das Tagesgeschäft in Schwung halten. Es liegt uns am Herzen, dass unsere Kundschaft in den Genuss eines Topservice sowie einer fachlichen und sauberen Ausführung der Arbeit kommt. Für unsere Schreiner*innen ist der Berufs- oder Handwerkerstolz eben eine Selbstverständlichkeit.</p>



<p><strong>Hat sich die Schreinerei Stolz auf etwas spezialisiert?</strong><br>Nicht im eigentlichen Sinne, aber wir sind stark an der Entwicklung einer eigenen Linie von Möbeln und Objekten aus unserer Designwerkstatt engagiert. Dort entstehen schlichte, formschöne und hochelegante Stücke für jeden Wohnbereich – wo immer Individualität und Funktionalität im Einklang sein sollen.</p>



<p><strong>Um die Wünsche der Kundinnen und Kunden zur allseitigen Zufriedenheit verwirklichen zu können, braucht es sicherlich Beratungskompetenz und viel Fingerspitzengefühl. Was erachten Sie in diesem Zusammenhang als ebenso wichtig?</strong><br>Ich denke, man muss den Kundinnen und Kunden aufmerksam zuhören, wenn sie uns ihre individuellen Bedürfnisse und Anliegen schildern. Es ist auch immer vorteilhaft, sich einen guten Überblick der örtlichen Situation zu verschaffen, damit wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern das Objekt, das Möbelstück, die Küche, das Badezimmer oder die Haustür entwickeln können. Fachliches Know-how sowie ein umfangreiches Gestaltungsspektrum werden dann von unserer Seite eingebracht.</p>



<p><strong>Das Wort «Fachkräftemangel» ist omnipräsent. Wie </strong><strong>stark ist Ihre Branche davon betroffen?</strong><br>Ein Mangel an Fachkräften ist so ziemlich in jeder Branche zu finden und leider Realität. Kürzlich habe ich gelesen, dass sich die Lage auch in diesem Jahr nicht wesentlich entspannen wird. Es ist schwierig, gute Fachkräfte zu finden – mit dieser Situation werden wir bereits seit mehreren Jahren konfrontiert. Unsere kontinuierliche Suche nach Personal nahm vor Kurzem eine positive Wendung: Wir sind fündig geworden, was uns ausgesprochen freut.</p>



<p><strong>Die Stolz GmbH legt grossen Wert auf die Ausbildung von Lernenden. Welches sind Ihre Argumente, um junge Menschen zu überzeugen, eine Schreinerlehre</strong><br><strong>zu absolvieren?</strong><br>Das ist richtig, was Sie sagen. Generell trägt sich die Zukunft in der jungen Generation weiter. Es ist wichtig, dass das Handwerk weiterhin Bestand hat, denn gute Handwerker*innen, vor allem in der boomenden Baubranche, werden dringend gebraucht. Ich muss erfahrungsgemäss sagen, dass das Interesse oder die Nachfrage zum «Schnuppern» bei uns in der Schreinerei Stolz eher gross ist, was für unseren Berufsstand doch noch hoffen lässt. Dies bietet für die potenziellen Lernenden eine gute Gelegenheit, um einen Einblick in den attraktiven und zukunftssicheren Beruf Schreiner*in zu erhalten. Ich denke, unser Verband VSSM ist da bestens engagiert und pflegt weitreichende Netzwerke, damit junge Menschen mit den notwendigen Voraussetzungen über den Schreinerberuf informiert werden können.</p>



<p><strong>Sind in neuester Zeit bei der Verarbeitung von Holz irgendwelche Innovationen am Start, die klare Vorteile bieten?</strong><br>Ja, da gibt es einige. In den letzten Jahren ist zum Beispiel die CNC-Technik stark überarbeitet und verbessert worden. Die Software und vor allem die Programmierung sind anwenderfreundlicher geworden – dies generiert eine Zeitersparnis und noch höhere Präzision in der Ausführung. Zahlreiche Handmaschinen haben ein Update bekommen, da fällt mir als Beispiel einer grossartigen Innovation die Oberfräse (Hand-CNC-Maschine) Shaper Origin ein. Auf der Baustelle lassen sich komplette Räume bei der Massaufnahme mit den entsprechenden neuen Tools auf ein Zehntelmillimeter exakt ausmessen und sofort in das CAD-Programm übertragen. Ich bin gespannt, was die Zukunft noch bringen wird!</p>



<p><strong>Die Baubranche setzt immer mehr auf den wohl ältesten </strong><strong>Werkstoff Holz. Wird sich dieser Trend Ihrer Meinung </strong><strong>nach weiterhin so prägnant abzeichnen?</strong><br>Ja, das kann ich mir vorstellen, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff mit idealen Eigenschaften. Demgegenüber sind viele andere Baustoffe eine endliche Ressource. Heutzutage ist es möglich, sogar Hochhäuser komplett aus Holz zu bauen – der Trend wird meiner Meinung nach weiterhin wachsen und prächtig gedeihen.</p>



<p>STOLZ GMBH<br>Tramstrasse 66<br>Gebäude A/29<br>CH-4142 Münchenstein<br>Telefon +41 (0) 61 413 00 08<br>info@schreinereistolz.ch<br><a rel="noreferrer noopener" href="http://www.schreinereistolz.ch" target="_blank">WWW.SCHREINEREISTOLZ.CH</a></p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-768x1024.jpg" alt="" data-id="23485" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-scaled.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=23485" class="wp-image-23485" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-768x1024.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-225x300.jpg 225w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-1152x1536.jpg 1152w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-1536x2048.jpg 1536w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-696x928.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-1068x1424.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-315x420.jpg 315w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/04/IMG_6982-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Michael Schank</figcaption></figure></li></ul></figure>
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		<title>Klimaerhitzung verändert den Wald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schweizer Fachmedien GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 19:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[Der im September 2023 erschiene Klimareport* von Meteo Schweiz weist 2022 als wärmstes Jahr seit Messbeginn 1864 aus. Die extremen Hitzeund Trockenperioden bedeuten Stress für alle Bäume im Wald. Besonders betroffen sind im Schweizer Mittelland die häufigsten Baumarten Buche, Fichte und Weisstanne. Förster rechnen mit deren weitgehendem Verschwinden bis 2050 und stehen vor der Herausforderung, [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Der im September 2023 erschiene Klimareport* von Meteo Schweiz weist 2022 als wärmstes Jahr seit Messbeginn 1864 aus. Die extremen Hitzeund Trockenperioden bedeuten Stress für alle Bäume im Wald. Besonders betroffen sind im Schweizer Mittelland die häufigsten Baumarten Buche, Fichte und Weisstanne. Förster rechnen mit deren weitgehendem Verschwinden bis 2050 und stehen vor der Herausforderung, den Wald in kürzester Zeit für die Klimaerhitzung fit machen zu müssen. Was bedeutet das?</strong></p>



<p>Autor: Christoph Rutschmann</p>



<p>Klima ist das durchschnittliche Wetter – z.B. Temperatur, Niederschläge, Sonnenscheindauer – der vergangenen 30Jahre. Die Jahresmitteltemperatur<br>lag 2022 in der Schweiz bei 7.4°Grad Celsius, das ist gemäss Meteo Schweiz der mit Abstand höchste Wert seit Messbeginn und setzt den kräftigen Erhitzungstrend der letzten Jahre fort. Die sieben wärmsten Jahre seit Messbeginn wurden alle nach dem Jahr 2010 registriert. Die Messungen und Beobachtungen in der Schweiz liegen im weltweiten Trend: 2022 war global das sechstwärmste Jahr seit 1850, die letzten acht Jahre seit 2015 waren weltweit die wärmsten seit Messbeginn.</p>



<p><br><strong>DAS SCHWEIZER KLIMA ERHITZT SICH BESONDERS SCHNELL</strong><br>Bemerkenswert ist, dass sich die Durchschnittstemperatur in der Schweiz mehr als doppelt so schnell erhöht wie im weltweiten Schnitt. Im Vergleich zur vorindustriellen Referenzperiode (1871 bis 1900) liegt das Mittel der letzten zehn Jahre hierzulande um 2.5°Grad Celsius höher, weltweit um 1.1°Grad Celsius. </p>



<p>Hitze und Trockenheit haben gravierende Folgen für den Wald. Vielerorts zeigen sich zahlreiche schüttere, absterbende oder bereits tote Rot- und Weisstannen. Offenbar fühlen sich Borkenkäfer besonders wohl, da die vielen geschwächten Bäume für sie buchstäblich «ein gefundenes Fressen» sind. Buchen – die mit Abstand wichtigste Laubbaumart im Mittelland – leiden ebenfalls unter den extremen klimatischen Bedingungen. Die sengende Sonne verursacht Sonnenbrand, der die Rinde reissen und abplatzen lässt. Die Wurzeln der Bäume können nicht mehr genügend Wasser in die Krone transportieren, die Blätter verdorren und werden abgeworfen. Folgen sich heisse und trockene Jahre in Serie, wie wir das gerade erleben, können sich die Bäume nicht mehr erholen und sterben schliesslich nach einem teilweise jahrelangen Kampf.<br><br>Der 2022 leider viel zu früh verstorbene Peter Brang – einer der führenden Waldforscher der Schweiz, Mitarbeiter der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und u.a. Leiter des Forschungsprogrammes Wald und Klima – wies seit Jahren immer wieder auf die Folgen der Klimaerwärmung für den Wald hin und warnte vor dem Ignorieren der unnatürlich schnell ablaufenden Klimaerhitzung. Der Hitzesommer 2003 schwächte viele Waldbäume, es starben vor allem Fichten ab. Trockenheit und Hitze des Sommers 2018 führten zum verbreiteten Absterben von Buchen, Fichten und Weisstannen in der Schweiz und in vielen weiteren Ländern. Brang ortete eindeutig den globalen Klimawandel als Ursache der beunruhigenden Entwicklung</p>



<p><strong>FÖRSTER MÜSSEN DEN WALD «UMBAUEN»</strong><br>Während Jahrzehnten strebten die Förster eine naturnahe Waldbewirtschaftung an. Der naturnahe Waldbau setzt vor allem auf Naturverjüngung, das heisst, die unter den verschiedenen Baumarten von selbst aufkommenden Bäumchen sind logischerweise wieder die gleichen Arten. Somit verändert sich die Artenzusammensetzung langfristig kaum. Wenn nun aber die häufigsten Baumarten infolge der Klimaerhitzung im Mittelland keine Zukunft mehr haben, dann müssen die Förster aktiv neue Baumarten einbringen. Dies ist sehr aufwendig und erfordert nach der<br>Pflanzung hoffentlich klimaresistenter Arten wie Eichen, Linden, Nussbäume, Kastanien, Lärchen, Douglasien, Robinien oder<br>gar exotischer Arten deren Pflege und Schutz vor Wildverbiss.<br><br>Besonders anspruchsvoll gestaltet sich der Waldbau in den gebirgigen Schutzwäldern. Es stehen weniger Baumarten zur Verfügung. Pflanzung und Pflege während Jahrzehnten verursachen im unwegsamen Gelände einen besonders hohen Aufwand. Dazu kommt, dass sich die Waldfläche infolge des klimabedingten Ansteigens der oberen Baumgrenze deutlich erhöhen wird. Die Herausforderung besteht darin, den Wald auch künftig naturnah zu bewirtschaften, gleichzeitig aber die Vielfalt mit geeigneten Arten zu erhöhen.</p>



<p><strong>WIRD ES MEHR ENERGIEHOLZ GEBEN?</strong><br>Holzenergie Schweiz hat die Auswirkungen der Klimaerhitzung auf die Energieversorgung im Allgemeinen und auf den Wald bzw. die Bereitstellung von Energieholz im Speziellen untersucht und in einem Bericht** zusammengefasst. Demnach wird die Klimaerhitzung den Heizenergiebedarf im Winter – je nach Szenarium – um 7 bis 20 Prozent reduzieren. Die fortschreitende energetische Sanierung der Gebäude wird sich ebenfalls reduzierend auf den Energieverbrauch im Winter auswirken. Die Zunahme des Gebäudebestandes hebt diese Reduktion aber mindestens teilweise wieder auf. Gleichzeitig wird der Energiebedarf für die Kühlung im Sommer ansteigen. Die Energienachfrage wird somit über das Jahr verteilt etwas gleichmässiger als heute.<br><br>Die Klimaerhitzung beeinflusst die nachhaltig nutzbare Holzmenge auf vielfältige Weise. Einige Faktoren steigern den Holzzuwachs ganz allgemein: So vergrössert das Ansteigen der Waldgrenze die Waldfläche, und die verlängerte Vegetationsperiode steigert die Zuwachsleistung der Bäume in den höheren Lagen. Schon heute nimmt die Waldfläche in der Schweiz jeden Tag um die Grösse von zehn Fussballfeldern zu. Allerdings liegt ein Grossteil des «neuen Waldes» in schwierig zugänglichen Berggebieten.</p>



<p>Einige Faktoren erhöhen den prozentualen Anteil des Energieholzes an der nutzbaren Holzmenge: Die Veränderungen der Baumartenzusammensetzung in tieferen Lagen bevorzugt Laubbäume mit einem im Vergleich zu Nadelbäumen höheren Anteil an Ästen, die sich energetisch nutzen lassen. Laubholz hat zudem pro Volumeneinheit einen deutlich höheren Energie-Inhalt als Nadelholz. Des Weiteren werden durch Hitze geschwächte Bäume vom Borkenkäfer befallen und sterben ab. Das sogenannte Käferholz ist aus qualitativen Gründen oftmals «nur» noch energetisch nutzbar. Drittens ist die Häufung von extremen Wetterereignissen wie Stürme und Trockenheit zu nennen. Sie können im Wald grosse Schäden verursachen. Das qualitativ meist minderwertige Schadholz eignet sich überwiegend nicht mehr als Nutz- sondern «nur» noch als Energieholz. Einzelne grosse Schadensereignisse können das Energieholzangebot einige Jahre lang erhöhen.</p>



<p>Andere Faktoren hemmen den Holzzuwachs: so schwächen Trockenheit und Hitze das Wachstum der Bäume und damit die Zuwachsleistung des gesamten Waldes im Mittelland.</p>



<p><strong>FAZIT</strong><br>Die Klimaerhitzung schafft weltweit grosse Herausforderungen und Unsicherheiten. Hemmende und fördernde Wachstumsfaktoren des Waldes sind im Einzelnen nur grob quantifizierbar und heben sich teilweise gegenseitig auf. Mit einiger Sicherheit kann gesagt werden, dass die Verfügbarkeit von Holz unregelmässiger wird und grosse Ereignisse das Angebot jahrelang beeinflussen können. Gesichert sind die Zwischenergebnisse des fünften Landesforstinventars LFI (Erhebungsjahre 2018 bis 2022). Sie zeigen die Folgen der trockenen und warmen Jahre ab 2018. So ist die jährlich nachwachsende Holzmenge heute insgesamt tiefer als 2018. In allen Regionen stieg die Anzahl der toten und geschädigten Bäume stark an. Gesamtschweizerisch wachsen wegen fehlender Verjüngung in einem Viertel der Wälder weniger Bäume nach als früher.<br><br>Ebenso gesichert ist die die Tatsache, dass die Klimaerhitzung zu Kipppunkten der Ökosysteme führen kann. Die Auswirkungen solcher Ereignisse sind kaum abschätzbar, können aber gravierend sein. Die Gesellschaft muss deshalb in ihrem ureigensten Interesse die Klimaerhitzung soweit möglich begrenzen. «Die Motorsäge, mit der wir am eigenen Ast sägen, sollten wir schnellstmöglich abstellen», stellt Andreas Keel, Geschäftsführer von Holzenergie Schweiz angesichts der heutigen Situation und Erkenntnisse sarkastisch fest.</p>



<p><a href="http://www.holzenergie.ch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.holzenergie.ch</a></p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-1024x683.jpg" alt="" data-id="23441" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-scaled.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=23441" class="wp-image-23441" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-1024x683.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-300x200.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-768x512.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-1536x1024.jpg 1536w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-2048x1365.jpg 2048w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-696x464.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-1068x712.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_2-630x420.jpg 630w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-1024x683.jpg" alt="" data-id="23442" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-scaled.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=23442" class="wp-image-23442" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-1024x683.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-300x200.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-768x512.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-1536x1024.jpg 1536w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-2048x1365.jpg 2048w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-696x464.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-1068x712.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2024/03/231020_Wald_Klimaerhitzung_Bild_3-630x420.jpg 630w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<p>Bilder: @ Christoph Rutschmann, Holzenergie Schweiz</p>
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