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	<title>Management &#8211; energieRUNDSCHAU</title>
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	<description>das energie Magazin der Schweiz</description>
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	<title>Management &#8211; energieRUNDSCHAU</title>
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		<title>Insides von Francesco Ciringione</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schweizer Fachmedien GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 10:28:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Highlight]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview von Gabriela Röthlisberger mit Francesco Ciringione Die&#160;First Consulenza AG&#160;hat unter Ihrer Schirmherrschaft in den vergangenen zwei Jahren einiges an Geldmitteln in neue Firmen und Startups investiert. Man darf mit Recht sagen, dass einige bereits heute erfolgreich tätig sind und weitere Firmen schon bald den Break-even-Point erreichen werden. Was verleiht Ihnen hierfür den dazu nötigen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Interview von Gabriela Röthlisberger mit Francesco Ciringione</p>



<p></p>



<p><strong>Die&nbsp;<a href="https://www.firstconsulenza.com/">First Consulenza AG</a>&nbsp;hat unter Ihrer Schirmherrschaft in den vergangenen zwei Jahren einiges an Geldmitteln in neue Firmen und Startups investiert. Man darf mit Recht sagen, dass einige bereits heute erfolgreich tätig sind und weitere Firmen schon bald den Break-even-Point erreichen werden. Was verleiht Ihnen hierfür den dazu nötigen Antrieb, welche Faktoren beeinflussen Ihre Motivation in eine derart positive wirtschaftliche Richtung?</strong></p>



<p>Ganz klar, ich war schon immer ein Visionär und bin es noch mit jeder Faser meines Körpers. Innovative Ideen fliegen mir fortwährend zu, um sich als Vision zu festigen. Sobald mich eine konkrete Vorstellung von einem neuen Projekt gepackt hat, fokussiere ich mich, unter Einsatz meiner gesamten Energie, voll und ganz darauf, diese Zielvorstellung erfolgreich umzusetzen. Ab diesem Zeitpunkt gibt es für mich kein Halten mehr und ich steuere dann jeweils auch sehr viel Herzblut bei. Mit eisernem Willen, einer gehörigen Portion Disziplin und einem hohen Arbeitspensum setze ich konsequent, Schritt für Schritt, meine Vision in die Realität um. Zielorientiert weiche ich nicht von diesem Plan ab, bis daraus eine weitere erfolgreiche Firma entstanden ist.</p>



<p><strong>Ihr erfolgreiches Schaffen wurde ja schon mehrfach in namhaften Medien positiv erwähnt – unter anderem in der in der&nbsp;<a href="https://www.linkedin.com/posts/bilanz-ch_namhafte-investoren-banker-boris-collardi-activity-7129782219895644161-DyiZ?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop">BILANZ</a>&nbsp;oder auch in der&nbsp;<a href="https://www.handelszeitung.ch/bilanz/boris-collardi-und-murat-yakin-investieren-in-fussball-app-650243">HANDELSZEITUNG</a>.<br></strong><strong>Deshalb hat es uns erstaunt, dass Ihr Name im Zusammenhang mit Boris Collardi, gemäss einem Bericht eines kleinen Online-Portals, sehr negativ erwähnt wurde. Wie erklären Sie sich dies und wie reagieren Sie darauf?</strong></p>



<p>Nun, ein erfolgreicher Unternehmer ist leider dazu gezwungen, dauernd gegen Neid und Missgunst anzukämpfen. Und vergessen wir nicht, dass sich die Medienwelt in erster Linie mit negativen Schlagzeilen eine goldene Nase verdient. Heutzutage leidet nahezu die gesamte Journalismus-Branche unter diesem Druck. Fast keine Journalistin und kein Journalist ist mehr ehrlich darum bemüht, korrekt zu recherchieren – so entsteht gefährliches Halbwissen. Natürlich ist es bedeutend bequemer, nur das Oberflächliche wahrzunehmen und daraus voreilig falsche Schlüsse zu ziehen, die dann auch noch falsch interpretiert werden.</p>



<p>Letztendlich kämpft halt jeder auf seine Art ums Überleben. Der eine macht es mit Fleiss und Anstand, der andere mit reisserischen, unseriösen und billigen Schlagzeilen, nur damit missgünstige Individuen erneut etwas zum Reden haben (lacht!).</p>



<p><strong>Es ist die Rede davon, dass Boris Collardi in eine Ihrer Firmen investiert hat, obwohl Sie anscheinend schon einige Male in Konkurs gegangen sind und die Bilanzen deponieren mussten. Entspricht dies der Wahrheit?</strong></p>



<p>Es stimmt, dass Herr Boris Collardi, übrigens ein sehr versierter und integrer Geschäftsmann, in eine meiner Firmen investiert hat. Die Social-Media-App&nbsp;<strong><a href="https://www.footbao.world/de/">FOOTBAO&nbsp;</a></strong>ist jedoch sehr erfolgreich gestartet.<br>In puncto den angeblichen Konkursen wurde jedoch äusserst unseriös und unkorrekt recherchiert. Tatsache ist, dass ich in den letzten 20 Jahren über 30 Firmen und Projekte gegründet und auch verkauft habe. Niemals musste ich eine Firma liquidieren und keines meiner Unternehmen ging jemals in Konkurs. Ebenfalls bin ich immer all meinen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen. Diese Aussagen kann übrigens auch mein Anwalt, der mich seit 1997 juristisch begleitet, jederzeit bestätigen.</p>



<p>Leider fehlten meinen Nachfolgern jedoch oftmals das Charisma, die Power und der eiserne Wille, um die Firmen dann adäquat weiterzuführen. Einige haben sich einfach überschätzt und waren der Annahme, dass man eine Firma so nebenbei betreiben und Ende des Jahres die reifen Früchte ernten kann, ohne dafür hart gearbeitet zu haben. Aber so funktioniert es einfach nicht. Eine Firma braucht einen starken, kompetenten Leader, der den Angestellten als Vorbild fungiert und nicht jemanden, der eine gut laufende Firma Stück für Stück aushöhlt.</p>



<p>Ein seriöser und fachkompetenter Journalist, der der Wahrheit verpflichtet ist, hätte dies ohne grosse Hürden ermitteln können – aber halt nicht gänzlich ohne Zeit und Arbeit zu investieren. Fachkompetende Journalisten arbeiten stets mit einem Blick über den Tellerrand hinaus und hüten sich vor falschen, vernichtenden Berichten, die bösartige Rückschlüsse nach sich ziehen. Aber jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er seinen Lebensunterhalt verdienen möchte und den Blick in den Spiegel langfristig aushalten kann.</p>



<p><strong>In Ihrer Firmenstruktur finden sich beeindruckender Weise einige sehr namhafte Persönlichkeiten aus diversen Branchen. Wie konnten Sie diese für Ihr Unternehmen gewinnen?</strong></p>



<p>Seit stolzen 31 Jahren bin ich mittlerweile selbständig und hatte nur während meiner Ausbildung zum Chemikanten, die ich mit Auszeichnung abgeschlossen habe, einen Chef. Dank meiner Selbständigkeit habe ich jede Menge Menschen kennenlernen dürfen – durch diese zahlreichen zwischenmenschlichen Interaktionen habe ich gelernt, jede Person zu schätzen und zu respektieren, so wie sie ist. Ich bevorzuge keine Menschen aufgrund materieller Werte oder wegen ihres Bekanntheitsgrades, sondern bemühe mich, alle Menschen gleich zu behandeln.</p>



<p>Das ist nicht immer so einfach und selbstverständlich erfordert dies einen gradlinigen Charakter. Die Menschen, die mich näher kennen, wissen, dass sie mir zu 100 Prozent vertrauen können. Mein Credo lautet: Ein Wort ist ein Wort</p>



<p>Da kann es durchaus auch vorkommen, dass Geschäfte nach alter Tradition per Handschlag vereinbart werden. Wenn man sein Wort gibt, muss dies selbstverständlich immer eingehalten werden – egal unter welchen schwierigen Umständen. Meine Erziehung war diesbezüglich sehr streng, wofür ich rückblickend dankbar bin, denn diese Werte werden heutzutage kaum noch vermittelt. Diese Eigenschaften, gepaart mit meiner kontinuierlich positiven Art, haben dazu geführt, dass auch namhafte Persönlichkeiten an mich glauben und sogar in meine Visionen investieren.</p>



<p><strong>Wie sieht die Zukunftsperspektive Ihres Unternehmens aus, wohin führt Sie Ihre Mission?</strong></p>



<p>Weiterhin werde ich unbeirrt meine Visionen verfolgen und setze gemeinsam mit meinem Team alles daran, dass aus einem Traum ein grosses und erfolgreiches Unternehmen entsteht. Anschliessend verkaufe ich die Firma, so, wie ich bereits in meiner beruflichen Laufbahn schon etliche Projekte und Firmen verkauft habe. Teilweise waren es meines Erachtens sogar Unicorns. Leider gibt es jedoch viele Unternehmer*innen, die nicht über die richtige Einstellung verfügen, um eine erfolgreiche Firma weiter auszubauen. Viele sehen darin nur eine Möglichkeit, sich dabei schnell zu bereichern – dementsprechend blutet eine Firma unter diesen Umständen langsam aus. Es braucht unglaublich viel Elan und Know-how, damit ein Unternehmen stetig wächst und von Erfolg gekrönt ist. Der perfekte Fokus darf nicht aus den Augen verloren werden, vor allem aber ist lösungsorientiertes Arbeiten angesagt. Wenn Passion mit im Spiel ist, kann aus einem windgepeitschten jungen Bäumchen schon bald ein starker Baum werden, der fest im Boden verwurzelt ist.</p>



<p><strong>Sie sind aktuell auf der Suche nach Investoren, wo werden sich Ihre Pläne für die Zukunft positionieren?</strong></p>



<p>Wir haben unsere Startups, deren Aufbau uns gehörig auf Trab hält und für tägliche Herausforderungen sorgt. Des Weiteren laufen einige Verhandlungen mit diversen vielversprechenden Firmen, die perfekt in unser Portfolio passen würden und an denen wir uns sehr gerne beteiligen würden. Ziel ist es, auch zukünftig in interessante Branchen zu Investieren und mit unserer Power die First Consulenza AG noch grösser und umsatzstärker zu machen. Dazu suchen wir noch weitere Geschäftspartner*innen sowie Investorinnen und Investoren, denn wir können mit unseren Firmen, vor allem mit der Schweizer Fachmedien GmbH, unserem Partnernetzwerk nicht zu unterschätzende Vorteile bieten.</p>



<p><strong>Verraten Sie uns eine Branche, in die Sie demnächst noch investieren werden?</strong></p>



<p>Privat habe ich schon einige positive Erfahrungen mit der Immobilienbranche sammeln dürfen. Gepaart mit meinem jetzigen Wissen und dem weitläufigen Netzwerk in eben dieser Branche, bin ich fest davon überzeugt, dass wir schon bald in eine gut funktionierende Immobilienfirma investieren werden. Mit den zusätzlichen Synergien unserer etablierten Medien wie der «<strong><a href="https://www.baurundschau.ch/">bauRUNDSCHAU</a></strong>», «<strong><a href="https://www.prestige-business.ch/">PRESTIGE BUSINESS</a></strong>» oder auch der «<strong><a href="https://www.schweizer-wirtschaft.com/">SCHWEIZER WIRTSCHAFT</a></strong>», wird dies für beide Parteien eine sehr erfolgreiche Win-Win Situation generieren.</p>



<p><strong>Interview mit Francesco Ciringione für den Youtube-Channel PRESTIGE TALK:</strong></p>



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		<title>Cornelia Mellenberger wird CEO von Energie Wasser Bern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schweizer Fachmedien GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2021 14:34:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Verwaltungsrat des Stadtberner Energieversorgers hat Cornelia Mellenberger, heutiges Mitglied der Geschäftsleitung Markt Personenverkehr der SBB, zur neuen Geschäftsführerin gewählt. Die 42-jährige Bernerin tritt ihre neue Aufgabe spätestens Mitte Februar 2022 an.Im Februar 2021 hat Daniel Schafer, CEO von Energie Wasser Bern, seinen Wechsel zur BLS bekannt gegeben. In einem umfassenden Auswahlverfahren mit vielen Kandidatinnen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Verwaltungsrat des Stadtberner Energieversorgers hat Cornelia Mellenberger, heutiges Mitglied der Geschäftsleitung Markt Personenverkehr der SBB, zur neuen Geschäftsführerin gewählt. Die 42-jährige Bernerin tritt ihre neue Aufgabe spätestens Mitte Februar 2022 an.<br>Im Februar 2021 hat Daniel Schafer, CEO von Energie Wasser Bern, seinen Wechsel zur BLS bekannt gegeben. In einem umfassenden Auswahlverfahren mit vielen Kandidatinnen und Kandidaten hat der Verwaltungsrat nun seine Nachfolgerin bestimmt:<br>Cornelia Mellenberger, aktuelle Leiterin Fernverkehr und Geschäftsleitungsmitglied Markt Personenverkehr der SBB, wird neue CEO des Stadtberner Energieversorgers.</p>



<p><strong>Versiert im Spannungsfeld zwischen Service public und Wirtschaftlichkeit</strong></p>



<p>Cornelia Mellenberger ist eine erfahrene Führungskraft im politisch geprägten Umfeld eines staatsnahen Unternehmens. Sie ist Betriebsökonomin und kommt aus einem technischen Betrieb, der dem Service public verpflichtet ist. In ihren früheren Funktionen hat die Bernerin bereits viel Erfahrung in organisatorischen und strategischen<br>Veränderungsprozessen gesammelt und sich intensiv mit gesellschaftlichen Entwicklungen und dem Innovationsmanagement befasst. Verbunden mit ihrer Führungserfahrung und ihren persönlichen Stärken bringt sie alle notwendigen Fähigkeiten mit, um die anstehenden Herausforderungen einer Branche im Wandel, der Energiewende und der anstehenden Liberalisierung des Strom- und Gasmarkts erfolgreich zu meistern.<br>Dessen ist sich Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident von Energie Wasser Bern, sicher: «Mit Cornelia Mellenberger setzen wir auf eine junge, dynamische, aber auch erfahrene Führungskraft und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit und Kontinuität. Sie wird die Qualität der Dienstleistungen, die Positionierung als Gesamtenergiespezialist und den Ausbau erneuerbarer Energie wie Fernwärme, Fotovoltaik und Biogas erfolgreich<br>verantworten. Nebst den nötigen fachlichen Qualifikationen verkörpert sie auch ewb-Werte wie Begeisterung, Offenheit, Beweglichkeit, Verbindlichkeit, Erfolg, Empathie und Vertrauen.»</p>



<p><strong>Die richtige Balance</strong></p>



<p>Cornelia Mellenberger hat an den Universitäten Bern und Madrid Volks- und Betriebswirtschaft mit Nebenfach Politologie studiert. Bis 2009 arbeitete sie in einer internationalen Wirtschaftsberatung im In- und Ausland. Bereits dort hat sie sich um Aufgaben und Unternehmen gekümmert, die sich im Spannungsfeld zwischen Service public Energie Wasser Bern resp. Grundversorgungsaufgaben und einem betriebswirtschaftlichen Umfeld bewegen.</p>



<p>Danach wechselte sie zur SBB, wo sie unter anderem als Leiterin Unternehmensentwicklung tätig war und seit Anfang 2019 Leiterin Fernverkehr und Mitglied der Geschäftsleitung Markt Personenverkehr ist. Zudem hat sie als stellvertretende Leitung Personenverkehr unter anderem die Rolle im Strategierat der öV-Branche übernommen, verantwortet die Systemführerschaft über alle Schienentransportunternemen der Schweiz, ist im Verwaltungsrat der elvetino AG und wirkte im Vorstand von Schweiz Tourismus mit.</p>



<p>Ihre neue Aufgabe als CEO von Energie Wasser Bern wird sie spätestens Mitte Februar 2022 antreten und freut sich bereits auf die neue Herausforderung: «Ich habe mich schon bisher mit Aufgaben im Zusammenhang mit Service public und Nachhaltigkeit beschäftigt. Beides sind wichtige Faktoren für unsere Lebensqualität. Mit der<br>Energieversorgung leistet Energie Wasser Bern diesbezüglich einen wertvollen Beitrag. Dabei ist es wichtig, Faktoren wie Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem guten Gleichgewicht zu halten. Bei zunehmender Marktöffnung, neuen gesellschaftlichen Trends und technologischen Innovationen ist diese<br>Balance sehr anspruchsvoll. Entscheidend dabei ist, die Kundinnen und Kunden ins Zentrum zu stellen und die verschiedenen Anspruchsgruppen wie den Eigner, die Politik und die Branche einzubeziehen. Ich freue mich, hierzu meinen Beitrag zu leisten, damit sich das Unternehmen weiterhin erfolgreich entwickelt.»<br>Der Verwaltungsrat und Energie Wasser Bern wünschen Cornelia Mellenberger in ihrer zukünftigen Funktion viel Freude und Erfolg.</p>



<p><a href="http://www.ewb.ch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ewb.ch</a></p>
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		<title>«Das Energiepotenzial von WBG-Halbleitern ist enorm»</title>
		<link>https://www.energierundschau.ch/das-energiepotenzial-von-wbg-halbleitern-ist-enorm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Schweizer Fachmedien GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2020 12:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
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					<description><![CDATA[Leistungselektronik steckt heute im Ladegerät für das Mobiltelefon ebenso wie in der SBB-Lok oder dem Wechselrichter der Solaranlage. Basis dieser elektronischen Bauteile bildet bislang meist das Halbleitermaterial Silizium. Die Forschung arbeitet seit längerem daran, Silizium durch sogenannte WBG-Halbleiter zu ersetzen, deren Bauteile geringere Schaltverluste aufweisen und damit eine höhere Energieeffizienz der mit WBG-Halbleitern gefertigten Geräte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Leistungselektronik steckt heute im Ladegerät für das Mobiltelefon ebenso wie in der SBB-Lok oder dem Wechselrichter der Solaranlage. Basis dieser elektronischen Bauteile bildet bislang meist das Halbleitermaterial Silizium. Die Forschung arbeitet seit längerem daran, Silizium durch sogenannte WBG-Halbleiter zu ersetzen, deren Bauteile geringere Schaltverluste aufweisen und damit eine höhere Energieeffizienz der mit WBG-Halbleitern gefertigten Geräte ermöglichen. Ulrike Grossner, Professorin am «Advanced Power Semiconductor Laboratory» an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, erläutert im Interview das Potenzial der<br>WBG-Technologie für eine effiziente Energieversorgung.</strong></p>



<p><strong>Frau Prof. Grossner, wenn Bauteile für Versorgung und Steuerung von<br>Elektrogeräten mit Halbleiter-Materialien gebaut werden, spricht man<br>von Leistungselektronik. Welche Rolle spielen leistungselektronische<br>Bauteile für die Energieeffizienz?</strong><br>Ulrike Grossner: Die Leistungselektronik ermöglicht eine effiziente Wandlung des elektrischen Stroms für die gewünschte Verwendung. Wird herkömmliche Elektrotechnik wie zum Beispiel ein Transformator durch Leistungselektronik ersetzt, erlaubt diese eine sehr effiziente Regelbarkeit<br>speziell bei Motoren. Das bringt einen Gewinn an Energieeffizienz für das<br>Gesamtsystem. Dank Leistungselektronik sind zum Beispiel auch Ladegeräte für Laptops und Natels nicht nur sparsamer, sondern auch kompakter geworden.</p>



<p><strong>In welchem Umfang hat Leistungselektronik die frühere Elektrotechnik denn bereits abgelöst?</strong><br>Im privaten Haushalt ist Leistungselektronik schon weit verbreitet, wie die genannten Beispiele deutlich machen. Was beim Staubsauger im Kleinen funktioniert, ist heute auch in der SBB-Lokomotive Standard. In das Antriebssystem der Loks hat die Leistungselektronik schrittweise Einzug gehalten: Erst nutzte man hier Thyristoren, ein leistungsstarkes Halbleiterelement auf der Grundlage einer Siliziumscheibe (Wafer), um diese Systeme schnell und exakt regeln zu können. Unterdessen verwendet man statt einzelner, grosser Bauelemente kleine Chips, die in Modulen angeordnet sind. Das spart auch massiv Platz. So wurde es möglich, Triebwagen zu bauen, in denen neben dem Antriebsteil auch Passagiere Platz haben wie in unseren modernen Doppelstockzügen.</p>



<p>Leistungselektronik hat viele Neuerungen gerade in der nachhaltigen Stromversorgung überhaupt erst möglich gemacht: Die Stromproduktion von Photovoltaikoder Windkraftanlagen ist schwankend, abhängig von der aktuellen Einstrahlung und den Windverhältnissen. Erst mit Wechselrichtern auf der Basis von Halbleitern ist es möglich geworden, diese Ströme effizient auf das Spannungsniveau zu bringen, das für die Netzeinspeisung erforderlich ist.</p>



<p><strong>Nun ist mit den Wide-Bandgap-Halbleitern (kurz: WBG-Halbleiter) eine<br>neue Generation von Halbleitern am Start, mit denen sich Bauteile der<br>Leistungselektronik noch energieeffizienter herstellen lassen. Beobachter sprechen von einer «Revolution » für die Energieeffizienz. Ist diese Revolution in der Schweiz schon angekommen?</strong><br>Richtig ist, dass man die Effizienz von leistungselektronischen Komponenten weiter steigern kann, indem man in elektronischen Bauteilen das bisher übliche Silizium durch WBG-Halbleiter ersetzt. Parallel zu diesem eher zukunftsorientierten Schritt der WBG-Halbleiter, sollte nicht versäumt werden, den naheliegenden, ersten Schritt konsequent umzusetzen: Wir sollten Leistungselektronik auf der Grundlage von  vorhandener, Silizium-basierter Leistungselektronik bei allen  Anwendungen einsetzen, wo dies heute möglich ist. Mit diesem Vorgehen können wir nämlich bereits heute ein grosses, brachliegendes Potenzial an<br>Energieeffizienz erschliessen. </p>



<p><strong>Sie erforschen an der ETH Zürich Wide-Bandgap-Halbleiter wie Siliziumkarbid. Wie gross ist das Energiesparpotenzial dieser Materialien?</strong><br>Das Sparpotenzial der WBG-Halbleiter ist enorm! Nehmen wir als Beispiel das Natel: Eine Studie des US-amerikanischen «Department of Energy» aus dem Jahr 2015 beziffert den Energieverlust von Mobiltelefonen auf 37 Prozent, wobei ein erheblicher Teil auf die Silizium-gestützte  Leistungselektronik im Ladegeräte entfällt. Für ein einzelnes Telefon<br>macht das im Jahr zwar nur 4.2 kWh aus, für alle Natels weltweit aber 23,5 TWh. Durch den Einsatz von WBG-Halbleitern liessen sich die Verluste laut Studie um rund 5,5 TWh verringern. Das ist annähernd ein Zehntel dessen, was die Schweiz in einem Jahr an Strom verbraucht. Mit WBG-Halbleitern liesse sich auch der Ertrag von kommerziellen Solaranlagen erhöhen.</p>



<p><strong>Tatsächlich?</strong><br>Ja, denn der eingesetzte Wechselrichter hat entscheidenden Einfluss, welcher Anteil des Solarstroms im Netz ankommt. Wechselrichter auf der Grundlage von Siliziumkarbid arbeiten mit einem Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent  und damit um etwa 50 Prozent effizienter als die bisher gebräuchlichen aus Silizium. Leider werden die Siliziumkarbid- Inverter in grossen Solarfarmen heute oft nicht eingesetzt, obwohl sie auf dem Markt verfügbar sind, denn sie sind teurer als Silizium-Inverter. Damit sich das ändert, sollten Solaranlagen nicht nur aufgrund von kurzfristigen Baukosten bewertet werden, sondern es sollten Kosten und Erträge über die<br>gesamte Betriebszeit hinweg («total cost of ownership») berücksichtigt werden. In dieser Rechnung schlagen die Mehrerträge dank der Siliziumkarbid-Inverter positiv zu Buche.</p>



<p><strong>Sie haben in einer Studie im Auftrag des Bundesamts für Energie (siehe Hinweis am Ende des Interviews) das Potenzial von WBG-Halbleitern untersucht. Wo sehen Sie weitere Einsatzfelder?</strong><br>Siliziumkarbid kommt heute in Elektronik-Bauteilen von Solarinvertern und Ladestationen für Elektromobile sowie in der Stromversorgung von Telekomanwendungen zum Einsatz, ist aber auch in Leistungsfaktorkorrekturfiltern und in speziellen Bauteilen der Elektrizitätsdistribution<br>und der unterbrechungsfreien Stromversorgung enthalten. Für den WBG-Halbleiter Galliumnitrid gibt es erste Anwendungen für Transistoren in der Automobilindustrie (z.B. Klimaanlage, Radio). Sinnvoll wäre der Einsatz überall dort, wo es um relativ kleine Leistungen geht, etwa bei Ladegeräten für Mobiltelefone oder Laptops. Weitere Einsatzgebiete für WBG-Halbleiter sind Leistungselektronik-Komponenten für Rechenzentren, Industriemotoren, Traktionssysteme für Eisenbahnen sowie für Hybrid- und Elektroautos. Eine Studie aus dem Jahr 2017 kam zum Schluss, dass sich in diesen Bereich mit WBGHalbleitern bis zu 99 TWh Strom sparen liessen, also mehr als anderthalb mal soviel wie der jährliche Stromverbrauch der Schweiz.</p>



<p>Ein Wafer aus Siliziumkarbid ist ungefähr 25 mal teurer als ein Silizium-Wafer von derselben Grösse, allerdings sind die Silizium-Bauelemente bei gleicher Leistung auch grösser als diejenigen aus Siliziumkarbid. Wegen der höheren Kosten zögern viele Hersteller beim Einsatz von WBG-Halbleitern. Das gilt zum Beispiel für Antriebsstränge von Elektrofahrzeugen – die Autobranche ist extrem kostensensitiv. Man könnte WBG-Halbleiter auch in Ladegeräten von Laptops und Handys verbauen; aber wer ist denn heute bereit, für ein Ladegerät überhaupt Geld auszugeben? Das liesse sich vielleicht ändern, wenn solche Ladegeräte ein Energielabel wie Elektrohaushaltsgeräte hätten und sich umweltbewusste Konsumenten bewusst dafür entscheiden könnten. Denkbar wäre der Einsatz von Siliziumkarbid-Leistungselektronik auch in den Trafostationen des Stromnetzes. Die Firma ABB hatte um die Jahrtausendwende die Vision, alle Hochspannungsumrichter auf Silizumkarbid umzurüsten. Aus technischen und Kosten- Gründen sind aber andere Anwendungen damals und auch heute eher erfolgversprechend. </p>



<p><strong>Es gibt neben Siliziumkarbid und Galliumnitrid noch weitere WBGHalbleiter wie Diamant oder Galliumoxid. Welche Bedeutung haben sie?</strong><br>An Galliumoxid wird seit ca. fünf Jahren geforscht. Es hat ein gutes Potenzial, die Grundlagen und Eigenschaften sind aber noch nicht ausreichend bekannt. Bei Diamant bin ich skeptisch, denn die Vorteile<br>gegenüber Siliziumkarbid sind eher gering; ich zweifle, ob sich hier der Entwicklungsaufwand lohnen würde.</p>



<p><strong>Siliziumkarbid wird seit den 1980er Jahren erforscht, Galliumnitrid seit der Jahrhundertwende. Was braucht es, um diesen WBG-Halbleitern auf dem Markt zum Durchbruch zu verhelfen?</strong><br>Ich denke, dass die aktuelle Klimadebatte oder höhere Strompreise den Anstoss geben könnten, die sehr effizienten, aber teureren WBG-Halbleiter vermehrt einzusetzen. Toyota hatte zuerst geprüft, die vierte Generation des ‹Prius› beim elektrischen Antriebsstrang mit Siliziumkarbid auszurüsten, schreckte davor aber zuletzt aus Kostengründen und Zweifeln an der Zuverlässigkeit zurück. Der Druck der öffentlichen Debatte rund um die Energiewende könnte den Ausschlag geben, dass in solchen Fällen künftig zugunsten von WBG-Produkten entschieden wird. Das gilt auch bei der Beschaffung von Bussen oder Zügen mit den entsprechenden Traktionssystemen.</p>



<p>Technisch gesehen sind leistungselektronische Bauteile auf der Grundlage von WBG-Halbleitern schon ziemlich ausgereift. Eine Aufgabe besteht noch darin, diese Chips ins System des jeweiligen Geräts einzubauen, also das sogenannte Packaging. Auch müssen wir die Anwender – sprich die Systemhersteller – darauf vorbereiten, mit diesen Bauelementen richtig umzugehen. Ausserdem fehlen noch wesentliche Daten zur Zuverlässigkeit,<br>wie man sie normalerweise erst durch eine Vielzahl von Produkten im<br>Markt erhält.</p>



<p>Unter dem Dach der Internationalen Energieagentur (IEA) arbeitet zurzeit die PECTA-Arbeitsgruppe auf internationaler Ebene das Thema der WBG-Leistungselektronik auf. Die Arbeitsgruppe, welche die Schweiz initiiert hat und an der die Schweiz massgeblich beteiligt ist, will politischen Entscheidungsträgern Knowhow und Grundlagen zur Verfügung stellen,<br>damit diese – wo angezeigt – politische Massnahmen zur Unterstützung<br>des Markteintritts von WBG-Leistungselektronik ergreifen können.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-1024x678.jpg" alt="" data-id="21616" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=21616" class="wp-image-21616" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-1024x678.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-300x199.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-768x508.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-696x461.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-1068x707.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer-635x420.jpg 635w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/02_Wafer.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Ein sogenannter «Wafer-Prober» im ETH-Labor von Ulrike Grossner. Eigenschaften
von Bauelementen können schon vor der endgültigen Vereinzelung und
der Weiterverarbeitung in Modulen auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-768x1024.jpg" alt="" data-id="21614" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=21614" class="wp-image-21614" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-768x1024.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-225x300.jpg 225w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-1152x1536.jpg 1152w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-1536x2048.jpg 1536w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-696x928.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-1068x1424.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner-315x420.jpg 315w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/06_Grossner.jpg 1772w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">ETH-Professorin Ulrike Grossner.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-1024x768.jpg" alt="" data-id="21615" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=21615" class="wp-image-21615" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-1024x768.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-300x225.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-768x576.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-80x60.jpg 80w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-265x198.jpg 265w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-696x522.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-1068x801.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor-560x420.jpg 560w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/05_Transistor.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Siliziumkarbid-Wafer aus einem Projekt des ETH-Labors von Ulrike Grossner.
MOSFET-Transistoren (Metal oxide semiconductor field-effect transistors)
sind die derzeit vielversprechendsten Schalter auf Siliziumkarbid-Basis.</figcaption></figure></li></ul></figure>
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		<title>Zortström-Technologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schweizer Fachmedien GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2020 07:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Biomasse-Nahwärme und Wärmerückgewinnung im Verbund: ein unter wirtschaftlichen wie ökologischen Gesichtspunkten vielversprechendes Energiekonzept. Ist aber die energetische Infrastruktur eines Gebäudes veraltet und die Anlagenhydraulik gestört, geht die Effizienzrechnung für den Einsatz zukunftsfähiger Erzeuger schnell nicht mehr auf. Ein Sport- und Badbetrieb im Touristenort Lenzerheide zeigt Folgen und Lösungen einer verbreiteten Problemlage im Objektbestand auf. Vor [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Biomasse-Nahwärme und Wärmerückgewinnung im Verbund: ein unter wirtschaftlichen wie ökologischen Gesichtspunkten vielversprechendes Energiekonzept. Ist aber die energetische Infrastruktur eines Gebäudes veraltet und die Anlagenhydraulik gestört, geht die Effizienzrechnung für den Einsatz zukunftsfähiger Erzeuger schnell nicht mehr auf. Ein Sport- und Badbetrieb im Touristenort Lenzerheide zeigt Folgen und Lösungen einer verbreiteten Problemlage im Objektbestand auf.</strong></p>



<p>Vor rund 40 Jahren entstand das Sportzentrum Lenzerheide im Kanton<br>Graubünden als zentraler Anziehungspunkt für Sportler, Urlauber und Erholungsuchende. Mit zunehmenden Besucherzahlen und einer steigenden Nachfrage nach differenzierten Angeboten entwickelten sich in den vergangenen Jahren auch die Raumkapazitäten des Freizeitobjekts weiter, das ursprünglich nur ein Hallenbad sowie ein überdachtes Eisfeld umfasste. Seit 2008 lockt die neu integrierte Wellness-Oase H2Lai Sommer- wie Wintertouristen aus aller Welt in die Gemeinde Vaz / Obervaz. Von der luxuriösen Sauna- und Wasserlandschaft über Fitnesseinrichtung, Minigolfanlage und Restaurant bis hin zur ganzjährig nutzbaren Eishalle bietet das erweiterte Sportzentrum seinen Gästen heute ein vielseitiges, modernes und äußerst komfortorientiertes Leistungsspektrum. Sein<br>Betrieb ist entsprechend energieintensiv. </p>



<p>Vor rund 40 Jahren entstand das Sportzentrum Lenzerheide im Kanton<br>Graubünden als zentraler Anziehungspunkt für Sportler, Urlauber und Erholungsuchende. Mit zunehmenden Besucherzahlen und einer steigenden Nachfrage nach differenzierten Angeboten entwickelten sich in den vergangenen Jahren auch die Raumkapazitäten des Freizeitobjekts weiter, das ursprünglich nur ein Hallenbad sowie ein überdachtes Eisfeld umfasste. Seit 2008 lockt die neu integrierte Wellness-Oase H2Lai Sommer- wie Wintertouristen aus aller Welt in die Gemeinde Vaz / Obervaz. Von der luxuriösen Sauna- und Wasserlandschaft über Fitnesseinrichtung, Minigolfanlage und Restaurant bis hin zur ganzjährig nutzbaren Eishalle bietet das erweiterte Sportzentrum seinen Gästen heute ein vielseitiges, modernes und äußerst komfortorientiertes Leistungsspektrum. Sein Betrieb ist entsprechend energieintensiv.</p>



<p>«Der thermische Bedarf eines solchen multifunktional genutzten Objekts ist immens », erklärt Urs Kormann, Teamleiter des Ingenieurbüros Amstein + Walthert AG in Chur. «Gleichzeitig muss eine Vielzahl unterschiedlicher Temperaturvorgaben eingehalten werden – bei der Raumbeheizung, der Bereitstellung von Brauchwarmwasser, der Eisflächenkühlung und Hallenklimatisierung sowie der Badewassertemperierung. Allein für den Betrieb der Schwimm-, Bade- und Wellnessbecken stellt das H2Lai beachtliche Mengen an Warmwasser in verschiedenen Temperaturen <br>zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund stehen Effizienzgewinn und Versorgungsstabilität klar im Fokus der energetischen Gebäudebewirtschaftung.»</p>



<p><strong>Statt Notkühlung: Niedertemperaturen nutzbar machen</strong><br>Erzeugerseitig wird ein wirtschaftlich solider und gezielt nachhaltiger Energiebezug durch Anbindung an das gemeindeeigene Biomasse-<br>Nahwärmenetz gefördert. Die seit 2003 als Energiestadt zertifizierte Gemeinde Vaz / Obervaz setzt zur Wärmeerzeugung naturbelassene Holzschnitzel aus der Region ein; die Biomasseheizung liefert dem Sportzentrum so Wärmeenergie mit einer Spitzenkapazität von 1,5 MW. Als<br>vorrangig angesteuerte Wärmequelle dient heute jedoch eine 425 kW-Ammoniak-Kälte- Anlage, sie produziert die benötigte Kälte für den Betrieb der Eishalle. Die dabei entstehende Abwärme lässt sich mittels Wärmerückgewinnung für Heizvorgänge im angrenzenden Wellnessbad nutzbar machen. Grundsätzlich zählen NH3-basierte Kältelösungen zu den favorisierten Verfahren speziell im sogenannten Großkälte-Einsatz, da sie ein besonders günstiges Verhältnis von Kälteleistung zu Antriebsleistung<br>(COP-Wert – coefficient of performance) aufweisen. Wird darüber hinaus die Abwärme aus dem Kälteerzeugungsprozess im eigenen energetischen Versorgungskreislauf weiterverwendet, verbessert sich die Anlageneffizienz zusätzlich.</p>



<p>«Bis vor wenigen Jahren war eine effiziente Einbindung der (Abwärme-)Niedertemperatur in das Wärmenetz des Gebäudekomplexes<br>allerdings noch gar nicht realisierbar», berichtet Urs Kormann. «Stattdessen<br>mussten die Techniker vor Ort Sorge dafür tragen, dass die anfallende<br>thermische Energie kontinuierlich eliminiert wurde. Für diese Notkühlung mussten regelmäßig mehrere tausend Liter Trinkwasser aufgewendet werden.» Der wesentliche Grund für die insgesamt unzureichende und ineffiziente Wärmeversorgung des Sport- und Wellnesszentrums lag nicht – wie oft vermutet – auf der Erzeugerseite. Probleme verursachte vielmehr eine veraltete energetische Infrastruktur und ein Verteilsystem, das den neuen Anforderungen nach der Gebäudeerweiterung 2008 nicht mehr gerecht werden konnte. Konventionelle Lösungen wie der in Lenzerheide einst verbaute Balkenverteiler stoßen im Betrieb gerade bei Laständerungen und Spitzenlastabfrage schnell an technische Grenzen. Die Folgen können eine Unterversorgung der Heizkreise und Störungen in der Netzhydraulik sein, die entstehen, wenn sich der Pumpenbetrieb einzelner Kreise gegenseitig negativ beeinflusst. Erhält etwa eine kleine Pumpe am Verteiler nicht die erforderliche Wassermenge, stimmen die  Druckverhältnisse zwischen Vor- und Rücklauf nicht mehr, die Pumpe reguliert sich daraufhin selbsttätig und stellt sich auf eine höhere Drehzahl  ein. Entsprechend steigt auch die Aufnahme an elektrischem Strom. Alle weiteren Pumpen innerhalb des Systems reagieren nun in gleicher Weise, um den notwendigen Differenzdruck aufzubauen. Das Ergebnis ist ein gegenseitiges Hochschaukeln des Pumpenbetriebs, verbunden mit einem deutlichen Anstieg des Energieverbrauchs. </p>



<p><strong>Zortström-Technologie ermöglicht effiziente Wärme- und Kältequellenmix</strong><br>Um den Komfortstandard einer modernen Sport- und Freizeiteinrichtung zukünftig sicher gewährleisten zu können und darüber hinaus die kommunalen Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen, vergab die Gemeinde 2013<br>den Auftrag für die Komplettsanierung der energetischen Infrastruktur und ihrer Gebäudetechnik an die Fachplaner der renommierten Amstein + Walthert-Gruppe. Im ersten Schritt erstellten die Experten eine Zustandsanalyse der gesamten Gebäudetechnik- Installationen und legten<br>auf Basis der erhobenen Daten die Sanierungsprioritäten und die zugehörigen Kostenfolgen für eine mehrjährige Budgetplanung fest. Die Umsetzung des Sanierungskonzepts, das eine Modernisierung aller Gebäudeautomatisationsund Wärmeversorgungsanlagen vorsah, erfolgte bereits ein Jahr später und konnte innerhalb eines Zeitraums von nur drei<br>Monaten abgeschlossen werden. Im Fokus des Sanierungsprojekts stand insbesondere eine konzeptionell optimierte Einbindung der bestehenden Ammoniak-Kälteanlage für die Eisproduktion. Ebenfalls angepasst wurden die Brauchwarmwasser- Erwärmung sowie die thermische Versorgung durch die Biomasse-Heizung. Für die Realisierung einer  effizienzoptimierten und zugleich hydraulisch ausbalancierten<br>Energieversorgung favorisierten die Ingenieure die Installation<br>eines Zortström-Sammel-, Speicher- und Verteilzentrums aus dem österreichischen Hohenems.</p>



<p>Bereits Anfang der 1990er Jahre meldete das Vorarlberger Gebäudetechnikunternehmen Zortea erste Patente für eine Technologie an, die heute integraler Teil von mehr als 5’100 energetischen  Versorgungslösungen weltweit ist. Das dabei eingesetzte Verfahren beruht auf der hydraulischen Entkopplung von unterschiedlichen Volumenströmen und der Vorhaltung von Wärmeenergie, die in beliebig vielen Temperaturstufen exakt voneinander getrennt wird. Im Zortström lassen sich so thermische Kapazitäten verschiedener Kälte- und Wärmequellen – unabhängig ob konventionell und regenerativ – ohne eine<br>gegenseitige Beeinflussung zusammenführen, mit einer optimalen Temperaturverteilung im Speicher sammeln und bedarfsgeführt an Abnehmer auf der Verbraucherseite verteilen.</p>



<p>«Die Zortström-Technologie macht es möglich, Rückläufe aus einem Hochtemperatur- Heizkreis effizient als Vorlauf für eine niedrigere Temperaturbereitstellung zu nutzen oder – wie nach der energetischen<br>Sanierung des H2Lai – Niedertemperaturen aus dem Wärmerückgewinnungsprozess der Kälteerzeugung weiterzuverwenden,<br>» erläutert Christian Zortea- Soshko, Leiter Technik bei Zortea. «Durch die Einbindung eines Zortström als hydraulischer Nullpunkt lässt sich der Anlagenbetrieb unter technisch optimalen Bedingungen mit maximalen Laufzeiten und ohne hydraulische Störungen realisieren. In der Praxis ist so ein hocheffizienter Einsatz weit entwickelter regenerativer Erzeugertechnologien und Rückgewinnungsverfahren möglich, deren theoretische Potenziale im Realbetrieb bislang leider oft verschenkt werden.»</p>



<p>Für das Sport- und Wellnesszentrum Lenzerheide entwarfen die Hydraulik- Experten eine Zortström-Anlage mit insgesamt fünf Temperaturstufen zwischen 25 und 70 Grad Celsius. Diese regelt einerseits die Energieflüsse aus der Abwärmenutzung und dem Nahwärmenetz und versorgt auf der Verbraucherseite alle Abnahmepunkte mit den individuell vorgegebenen<br>Wassertemperaturen. Die Sicherung des Wärmeausgleichs und der Spitzenlastabdeckung erfolgen durch Kopplung mit einem 44’000 Liter fassenden Pufferspeichers. </p>



<p>Ein positives Fazit ziehen auch die Planer von Amstein + Waltert aus dem Zortström- Integrationsprojekt. «Heute genießen die Gäste des Sport- und Wellnesszentrums H2Lai einen hohen Komfortstandard, der durch die hohe Präzision und Stabilität der optimierten Wärme- und Kälteversorgung erzielt werden kann. Gleichzeitig wird die Abwärme aus dem  Kälteerzeugungsprozess fast das ganze Jahr vollumfänglich genutzt; entsprechend liegt auch der Trinkwasserverbrauch für die Notkühlung nun bei nahezu null,» resümiert Teamleiter Urs Kormann. Für die Gemeinde als Betreiber resultieren aus der infrastrukturellen und energietechnologischen Revision ihrer Einrichtung damit weit mehr als nur ökonomische Vorteile. Für eine nachhaltigkeitsorientierte Energiestadt wie Vaz / Obervaz ist sie ein zentraler Baustein im Bemühen um Ressourcenschonung und einen aktiven Umweltschutz.</p>



<p><a href="http://www.zortea.at">www.zortea.at</a></p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-1024x768.jpg" alt="" data-id="21632" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=21632" class="wp-image-21632" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-1024x768.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-300x225.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-768x576.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-80x60.jpg 80w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-265x198.jpg 265w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-696x522.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-1068x801.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252-560x420.jpg 560w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20180713_100252.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-1024x768.jpg" alt="" data-id="21633" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=21633" class="wp-image-21633" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-1024x768.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-300x225.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-768x576.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-80x60.jpg 80w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-265x198.jpg 265w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-696x522.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-1068x801.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631-560x420.jpg 560w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/20200120_131631.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-1024x768.jpg" alt="" data-id="21634" data-full-url="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109.jpg" data-link="https://www.energierundschau.ch/?attachment_id=21634" class="wp-image-21634" srcset="https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-1024x768.jpg 1024w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-300x225.jpg 300w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-768x576.jpg 768w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-80x60.jpg 80w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-265x198.jpg 265w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-696x522.jpg 696w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-1068x801.jpg 1068w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109-560x420.jpg 560w, https://www.energierundschau.ch/wp-content/uploads/2020/10/DSC02109.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>
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